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LAG Soziokultur - Stellungnahme zum Grünbuch

Wir leben in Zeiten großer gesellschaftlicher Veränderungen. Wir stehen vor großen Transformationen.
Demografischer Wandel, Wertewandel, Zuwanderung, rasante technologische Fortschritte, Globalisierung und Internationalisierung markieren diese Entwicklungen, die auch für Kultur und Kulturpolitik Relevanz haben.
Was wir brauchen, ist ein selbstkritischer Umgang mit den überkommenen Strukturen und Strategien des Kulturbetriebs, eine Soziokulturisierung des gesellschaftlichen Lebens.
Kulturpolitik als Querschnittsaufgabe ist Gesellschaftspolitik! Damit meinen wir:
Demokratieförderung,
Partizipation,
Einbindung von bürgerschaftlichem Engagement,
gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe für alle Bevölkerungsgruppen und Nationalitäten,
Zielgruppenorientierung,
Stärkung des ländlichen Raumes,
Stärkung der kulturellen Bildung für alle Alters- und Bevölkerungsgruppen,
Fortführung des Kulturdialoges zwischen Kulturpolitik, Kulturschaffenden und Kulturdistributeuren, gemeinsame Verantwortung von Land und Kommunen für die Sicherung und den Ausbau der Kulturlandschaft Schleswig-Holstein / der kulturellen Infrastruktur,
Öffnung der Kultur für neue Nutzergruppen - diese müssen diese in die Lage versetzt werden, die neuen Angebote wahrzunehmen

Das sollten die zentralen Leitlinien/ Zielvorgaben einer Landeskulturpolitik sein.
Neben dem Abbau sozioökonomischer Hürden gilt es vor allem, Menschen auf der Kompetenzebene zu befähigen, am kulturellen Leben teilzunehmen. Aufgabe von Bildungspolitik für die Zielgruppe Kinder und Jugendliche ist ein offensiver Ausbau kultureller Bildung in Vorschule und Schule. Denn so wird erst die Voraussetzung geschaffen, Kulturangebote kritisch zu rezipieren und als Ort der Auseinandersetzung mit sich selbst und der Gesellschaft zu erkennen. Das ist Voraussetzung dafür, eine realistische Einschätzung der Bedeutung eigener Kulturgewohnheiten und eigenen Kunstgeschmacks zu erlangen, um eine Emanzipation von bildungsbürgerlich gesetzten Definitionen von Kunst und Kultur zu erreichen. Ergänzt und erweitert werden sollten die schulischen Angebote durch Kulturelle Bildung für alle Altersgruppen. Kulturelles Lernen, Kulturelle Bildung ist eine Lebensaufgabe.
Kultur gehört zur öffentlichen Daseinsvorsorge, damit gibt es einen Anspruch des Bürgers auf Kultur und eine Pflicht des Staates zur Bereitstellung.

Husum, 01.08.2016

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