Ich bin Soziokultur, weil mir Kultur vor der Haustür total wichtig ist.

Soziokultur im Stadtteil: Im Kulturladen Leuchtturm wird Kultur zum gemeinsamen Erlebnis

Kabel verlegen, Mikrofone aufbauen, Licht einstellen. Thomas Bieringer ist in seinem Element. Während um ihn herum die Bühne für Live on Stage entsteht, checkt er die XLR‑Stecker, gibt dem Team letzte Hinweise und richtet die Aktiv‑Monitore aus. Sein konzentrierter Blick sagt: „Alles muss sitzen.“ Für lange Gespräche bleibt heute keine Zeit.

Fünf Bands auf zwei Bühnen sind an diesem Abend zu Gast im Kulturladen Leuchtturm. Ohne Menschen wie Thomas, die ihr Wissen und ihre Zeit ehrenamtlich einbringen, gäbe es keine Bühne, keine Musik, keine Stimmung – und vor allem auch keine Eintrittspreise, die sich alle leisten können.

Ein Ort, der Kultur in den Stadtteil bringt

Seit 1992 ist der Kulturladen Leuchtturm in Kiel‑Pries/Friedrichsort ein fester Ankerpunkt. Ein Haus, in dem Kindertheater, Lesungen, Konzerte und der wöchentliche Kaffeenachmittag mit Waffeln genauso selbstverständlich sind wie der „Runde Tisch gegen rechte Ecken“ oder Schachabende. Hier tagen Stadtteil-Initiativen, hier finden Kurse statt, hier trifft man sich einfach – ohne lange Wege, ohne Hürden.

„Es geht uns nicht um große Bühnen, sondern um echte Begegnungen“, sagt das Team. Und genau das spürt man: Kultur ist im Leuchtturm mehr als nur ein Event. Der Fokus liegt stets auf dem Miteinander. „Kultur soll für alle“, dieser Gedanke trägt das Team vom Kulturladen Leuchtturm. Doch was hier selbstverständlich wirkt, ist das Ergebnis von viel Idealismus, Ehrenamt und Herzblut.

Soziokultur, die den Stadtteil zusammenhält

„Der Kulturladen ist für mich ein kulturelles Kleinod, das wir gemeinsam tragen“, heißt es aus dem Leuchtturm-Team. Über 7.000 Gäste pro Jahr zeigen, wie wichtig der Leuchtturm für die Anwohner:innen und die gesamte Nachbarschaft ist. Soziokultur funktioniert dort, wo Räume offenstehen und Menschen sich gemeinsam einbringen. Sie schafft Begegnungen, stärkt den Zusammenhalt und kann einen ganzen Stadtteil beleben – das beweist der Leuchtturm seit mehr als drei Jahrzehnten.

Damit das auch in Zukunft gelingt, braucht es Menschen wie Thomas Bieringer, die ihr Wissen und ihre Zeit ehrenamtlich einbringen – verlässliche Rahmenbedingungen und auch finanzielle Unterstützung, die soziokulturelle Einrichtungen in ihrer täglichen Arbeit stärken.

 

 

 

 

 

 

 

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